Weingut Familie Pitnauer

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Wieder kann man zurückblicken auf ein sehr dynamisches Weinjahr voller Wetterumschwünge, Extremereignisse und Überraschungen. Gerade deswegen wird 2017 ein besonders spannender Jahrgang.

Von Kälte und Sonne. Von Regen und Trockenheit.

Unterschiedliche Bedingungen, variierender Austrieb, die genaue Aufteilung des Jahresniederschlags und viele weitere Zutaten sind es, die einen Jahrgang erst reizvoll und einmalig machen. Nur mit Hilfe von genauem Beobachten des Vegetationsverlaufes und ausreichendem Wissen ist es möglich, gezielt positiven Einfluss auf die Entwicklung der Reben zu nehmen.

Frost Bekämpfung 2017, Weingärten um Göttlesbrunn, Credit: Weingut Familie Pitnauer

Der frühe und trotzdem recht zügige Austrieb wurde von einem trockenen Frühjahr begleitet. Die darauffolgende Rebblüte setzte in der letzten Maiwoche ein. Das Blütewetter begann mit warmer Witterung und veränderte sich zum kalt-feuchten Albtraum, wodurch einige Beeren zu „verrieseln“ begannen (unvollständige Entwicklung der Traubenbeeren aufgrund mangelnder Befruchtung). Danach gab es eine ungeheure Aufholjagd der Natur. Die Vegetation hatte sich erholt, erlitt durch weitere Kaltfronten aber weitere Rückschläge. Besonders in Erinnerung ist uns die Nacht von 19. auf 20. April geblieben. Polare Kaltluft war aus südlicher Richtung im Anmarsch und bescherte uns schlaflose Nächte. Gemeinsam versuchten alle Winzer der Region, mit Räuchern den unredlichen Temperaturen entgegenzuwirken. Es wurden Feuer entzündet und die Weingärten in Rauch gehüllt, damit die ersten Sonnenstrahlen die jungen Triebe nicht zu schnell erwärmen. Der Rauch sollte die Zellen der Reben schützen. Die zweite extreme Kaltfront erreichte uns eine Woche später, war aber etwas gedämpfter. Alle Weingärten benötigten nun besonders viel Pflege. Durch die ausdauernde Grünarbeit ist es uns auch dieses Jahr wieder gelungen, eine hervorragende Traubenqualität zu erreichen.

Frost Bekämpfung 2017, nach der Kältenacht,Credit: Weingut Familie Pitnauer

Für Hans Pitnauer ist es sein 45. Jahrgang. Gerade weil es keinen Jahrgang zweimal gibt, ist 2017 einer dieser Jahrgänge, der uns in die Schule schickt und dabei keine Kompromisse erlaubt. Die leicht verzettelte Blütezeit, die geringen Niederschläge und die Temperaturen dieses Jahres werden uns diese Vegetationszeit nicht vergessen lassen. 2017 wird als heißes, trockenes Jahr mit mäßigen Frostschäden in den Geschichtsbüchern vermerkt werden.

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